Sonstige Erkennungsmethoden

Neben den genannten Erkennungsmethoden werden in der Mikrobiologie immunologische, serologische und gentechnische Methoden sowie Vitalitätsuntersuchungen durchgeführt, die aufgrund von notwendiger Materialzerstörung zum Teil an Kunstobjekten nicht immer einsetzbar sind.

  • Bestimmung der Enzymaktivität, z.B. flourometrische Bestimmung
  • Bestimmung der Atmungsaktivität über CO2-Ausstoß (nicht bei cellulosehaltige Materialien geeignet)
  • pH-Indikatorreagenz z.B. Bromphenolblau (nicht eineindeutig)
  • serologischer Nachweis mittels Antigen-Antikörper-Reaktionen
  • molekularbiologische Techniken (Nachweis mikrobieller Nukleinsäuren)

Diese Methoden sind größtenteils schnell und praktikabel zu handhaben, sind jedoch meist sehr kostenintensiv in der Anschaffung der Geräte und Analyse und aufwendig in der Durchführung.
Zudem sind sie nicht immer eineindeutig auszuwerten. Die Kosten der oben genannten Methoden sollten jedoch grundsätzlich in Hinblick auf den durch sie erlangten Nutzen gesehen werden. Sie müssen nicht zwangsläufig teurer als eine zeitaufwendige Kultivierung mittels zahlreicher Nährböden und anschließender Artenbestimmungen sein. Die Auswahl dieser Methoden, die ausschließlich von Fachpersonal und nicht durch Restauratoren durchgeführt werden, sollte unter Beratung und mit Absprache eines erfahrenen Fachlabors stattfinden.